Kleinwindenergieanlage und Batteriespeicher gehen in Betrieb

An der Außenstelle Osterrönfeld des Berufsbildungszentrums am Nord-Ostsee-Kanal wird zukünftig
ein Teil des Strombedarfs durch erneuerbare Energien abgedeckt werden. In erster Linie sollen die
dafür erforderlichen, technischen Einrichtungen und die dort erhobenen Daten aber für Bildungszwecke
im Unterricht des Beruflichen Gymnasiums (Schwerpunkt Erneuerbare Energien) genutzt
werden.
Bereits seit einigen Jahren sind zwei Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Schulgebäudes in Betrieb.
Nun wurde zusätzlich eine Kleinwindenergieanlage mit 6 kW Nennleistung auf dem Schulparkplatz
errichtet. Mehrere Sponsoren haben dankenswerterweise diese Investition des BBZ am NOK
ermöglicht. Ein solides Fundament hierfür steuert der Kreis Rendsburg-Eckernförde aus Budgetüberschüssen
des Umwelt- und Bauausschusses sowie aus Jahresüberschüssen der Fördesparkasse bei.
Aber auch die Firma Easywind selbst als Hersteller der Kleinwindenergieanlage und die benachbarten
Firmen Senvion und Bögl sichern mit ihren Spenden die Finanzierung der Anlage ab. Komplettiert
wird das Gesamtkonzept „Erneuerbare Energien“ durch den Einbau eines Batteriespeichers und einer
E-Ladesäule, wofür eine Projektförderung durch die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-
Holstein zugesagt ist.



Die Gesamtmaßnahme soll einerseits einen Beitrag des BBZ zum aktiven Klimaschutz und zur Senkung
der Stromkosten darstellen. Andererseits können im Beruflichen Gymnasium die Themen
Stromerzeugung, -speicherung und –verbrauch nun noch praxisnäher und exemplarisch dargestellt
werden. Hierzu erfassen die Schülerinnen und Schüler konkrete Strahlungs- und Windmessdaten mittels
Displays bzw. via Internet und verknüpfen diese mit dem parallel erzielten Stromertrag der PV und
Windenergieanlagen. Die daraus resultierenden Berechnungen zum Stromfluss berücksichtigen
dann zusätzlich auch die Kapazität des Batteriespeichers und den Stromverbrauch an der ELadesäule.
Aus Anlass der heutigen Inbetriebnahme der Kleinwindenergieanlage und des Batteriespeichers bedankt
sich die Schulleiterin und Geschäftsführerin des BBZ am NOK, Frau Dr. Boye, bei allen Beteiligten,
die in der Planungs- und Umsetzungsphase unterstützend tätig waren und ganz besonders auch
bei den Sponsoren. Ferner unterstreicht sie die Bedeutung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
in einer Zeit, in der es sich immer klarer abzeichnet, dass die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens
bis 2020 wohl nicht mehr erreicht werden. Umso wichtiger sei es, gerade auch bei jungen
Menschen Interesse am Klimaschutz zu wecken und ihr Engagement für eine lebenswerte Zukunft zu
fördern.